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In der Raiffeisenstraße in Pastetten befindet sich auf Privatgrund eine alte, stark verfallene Kapelle, die um das Jahr 1860 erbaut wurde. In einer Aufzeichnung der Lehrerin Frau Eisenkolb von 1963 heißt es dazu:
„Gleich hinter dem Lutzenanwesen steht eine merkwürdige Kapelle, Lutzenkapelle genannt. Die Fläche beträgt nur einige Quadratmeter, die Höhe aber ist beträchtlich. Der Unterbau ist gemauert, der Überbau aus Holz. Balken und Windbretter sind liebevoll geschnitzt, aber leider schon recht morsch. Der alte Maurerschmied +1965, 90-jährig erzählte, daß sie nach dem großen Brand von Pastetten 1850 erbaut worden ist, zum Dank dafür, daß nicht noch größerer Schaden entstanden ist. Die Kapelle ist der heiligen Kimernis geweiht. Diese ist hinter dem Holzgitter auf einer bemalten Bretterwand figürlich dargestellt. Die Haltung ist sehr eigenartig und erinnert an einen romanischen Christus am Kreuz. An der westlichen Wand hängt ein Bild, das u.a. das brennende Dorf Pastetten darstellt und folgende Inschrift enthält: „Es wurde das Dorf Pasteten durch Brand verunglückt am 4. April im Jahre 1850, wurde aber durch Anrufung und Fürsprache der Heiligen wieder gerettet.“ Wer diese Kapelle erbaut hat oder auf wessen Anregung sie erstellt wurde, wer sie bezahlt hat und warum sie Lutzenkapelle genannt wird, kann heute niemand mehr sagen.“
Die Gemeinde Pastetten hat es sich zum Ziel gemacht, diese Kapelle an einem der Öffentlichkeit zugänglichen Ort wiederherzustellen. Wie früher soll die Kapelle den Weg zwischen Pastetten und Poigenberg säumen. Als Standort ist eine kleine Grünfläche am Ortsausgang in der Freibachsiedlung gewählt worden.
Die Kostenschätzung für den Abbau, die Restaurierung und den Wiederaufbau beläuft sich auf 64.000 €. Das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fördert aus Dorferneuerungsmitteln die Translozierung mit 32.000 €. Mindestens 25.600 € müssen durch Spendengelder aufgebracht werden, bevor mit dem Wiederaufbau begonnen werden kann.
Hierfür bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Helfen Sie mit, ein Stück Pastettener Geschichte, ein Kulturdenkmal und einen zu einem Gebäude gewordenen Ausdruck der Dankbarkeit für die Nachwelt zu erhalten.
Spendenzusage
Pastetten, im Oktober 2012
gez. Cornelia Vogelfänger, 1. Bürgermeisterin, Gemeinde Pastetten
gez. Johannes Streitberger, Pfarradministrator
gez. Andreas Winner, Architekt
gez. Fritz Hampel, Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern
gez. Anne Kirchhoff, untere Denkmalschutzbehörde, Landkreis Erding
gez. Hartwig Sattlmair, Kreisheimatpfleger Landkreis Erding
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